Was in Österreich gefeiert wird: ein nüchterner Überblick
Was in Österreich gefeiert wird: ein nüchterner Überblick
Der Sommer gehört in Österreich den Open Airs, der Winter den Bällen und Christkindlmärkten. Dazwischen füllen Festspiele, Sportevents und Brauchtumstermine den Kalender.
Von Ende November bis Faschingsende
Die Ballsaison beginnt kurz nach Jahreswechsel und endet mit dem Faschingsdienstag. Der Wiener Opernball in der Staatsoper ist der bekannteste Termin, aber bei weitem nicht der einzige.
Punsch- und Glühweinstände in den Städten haben eigene Öffnungszeiten, die oft schon am frühen Abend beginnen und vor Mitternacht enden.
Was sportlich im Kalender steht
Im Sommer kommen Radveranstaltungen dazu, von Amateurrennen bis zu Etappen größerer Rundfahrten. Sie führen häufig über Passstraßen, die an diesen Tagen gesperrt sind.
Für viele Sportevents gibt es Kombitickets mit der Anreise. Sie sind günstiger als Einzelfahrscheine und ersparen die Parkplatzsuche.
Ein Überblick nach Regionen
Vorarlberg ist geografisch abgesetzt und orientiert sich kulturell stärker Richtung Bodenseeraum. Das zeigt sich auch im Veranstaltungsprogramm. Für einen geordneten Überblick lohnt die Seite zu kommende Veranstaltungen in Österreich.
Niederösterreich ist flächenmäßig groß und entsprechend verstreut. Hier lohnt es sich besonders, vorab nach Terminen in der konkreten Region zu suchen.
| Salzburger Festspiele | Salzburg | Ende Juli bis Ende August |
| Bregenzer Festspiele | Bregenz, Seebühne | Juli und August |
| Ars Electronica Festival | Linz | September |
| Jazzfestival Saalfelden | Saalfelden, Pinzgau | August |
Anreise und Unterkunft
Die letzten Verbindungen am Abend fahren früher, als viele erwarten. Ein Blick auf den Rückfahrplan vor der Anreise erspart einiges.
Nachtzüge und Nachtbusse verkehren an Wochenenden in manchen Regionen zusätzlich. Sie stehen nicht immer im Standardfahrplan.
- Feste Schuhe für Festwiesen einpacken
- Pfandbecher zurückgeben, das summiert sich
- Treffpunkt vereinbaren, Handyempfang ist unzuverlässig
- Ersatzakku mitnehmen, wenn Tickets digital sind
Abseits der bekannten Namen
Weinfeste in der Steiermark, im Burgenland und in Niederösterreich laufen im Spätsommer und Herbst und sind eine eigene Kategorie für sich.
Wer eine Region öfter besucht, merkt schnell, dass sich die Termine jährlich wiederholen. Danach lässt sich ein Besuch gezielt planen.
Märkte abseits der Adventzeit
Bauernmärkte verkaufen direkt vom Produzenten. Das ist teurer als im Supermarkt, dafür weiß man, woher die Ware kommt.
Auf Märkten ist Bargeld weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleineren Ständen selten möglich.
Barrierefreiheit und Zugänglichkeit
Viele Veranstalter bieten Begleitpersonen freien Eintritt an. Diese Regelung wird selten aktiv beworben und steht meist im Kleingedruckten.
Große Kulturhäuser sind überwiegend barrierefrei zugänglich und halten eigene Plätze bereit. Diese werden telefonisch oder über ein eigenes Formular gebucht, nicht im normalen Onlineverkauf. Weiterlesen lässt sich unter https://znaki.fm/at-de/.
Der kurze Schluss
Ein guter Veranstaltungstag hat meist einen Höhepunkt und viel Leerlauf drumherum. Genau dieser Leerlauf ist der Teil, den man später in Erinnerung behält.
Unterm Strich gilt: Weniger Programmpunkte, dafür mehr Zeit für den einzelnen. Das gilt für Festivals genauso wie für Adventmärkte.
Was ein Veranstaltungswochenende kostet
Kostenlose Veranstaltungen sind eine echte Alternative. Stadtfeste, Erntedankfeste und viele Adventmärkte verlangen keinen Eintritt.
Kombitickets mit Anreise sparen zweifach: beim Preis und bei der Parkplatzsuche. Sie werden meist direkt über die Verkehrsverbünde angeboten.
Programm für die Jüngeren
Kinderwagen sind bei größeren Veranstaltungen nicht überall praktisch. Bei Märkten in Altstädten ist eine Trage oft die bessere Lösung.
Almfeste und Brauchtumsveranstaltungen sind für Kinder oft interessanter als für Erwachsene, weil dort Tiere, Handwerk und Musik zusammenkommen.
Bei Freiluftveranstaltungen auf Wiesen ist die Lage schwieriger. Der Untergrund wird nach Regen schnell unpassierbar, auch wenn eine Rampe vorhanden ist.
Die Freiluftsaison von Juni bis September
Das Donauinselfest in Wien ist eine Besonderheit, weil der Eintritt frei ist. Es zieht regelmäßig ein Millionenpublikum an und läuft üblicherweise Ende Juni über drei Tage.
In Oberösterreich hat sich Woodstock der Blasmusik in Ort im Innkreis etabliert. Das Format verbindet Blasmusik mit Festivalatmosphäre und hat damit ein eigenes Publikum gefunden.
Salzburg lebt kulturell stark vom Sommer, Tirol und Vorarlberg vom Winter. Wer antizyklisch reist, findet in beiden Fällen ruhigere Bedingungen und günstigere Unterkünfte.
Tickets, Vorverkauf und Preise
Bei mehrtägigen Festivals lohnt der Vergleich zwischen Tagesticket und Gesamtpass. Ab zwei Tagen ist der Pass in den meisten Fällen günstiger.
Viele kleinere Veranstaltungen verkaufen gar nicht online, sondern an der Abendkassa. Das ist unkompliziert, setzt aber voraus, dass man rechtzeitig vor Ort ist.
Das Veranstaltungsjahr im Überblick
Dazwischen liegen die Festspiele, die traditionell im Juli und August stattfinden, sowie die Brauchtumstermine im Frühherbst, wenn das Vieh von den Almen kommt.
Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.
Was Leser am häufigsten wissen wollen
Finden Open Airs auch bei Regen statt?
In den meisten Fällen ja. Abgesagt wird üblicherweise nur bei Gewitter oder Sturm, und dann meist kurzfristig über die Kanäle des Veranstalters.
Wann beginnen die Christkindlmärkte?
Üblicherweise in der zweiten Novemberhälfte. Sie laufen bis kurz vor Weihnachten, kleinere Märkte oft nur an Wochenenden.
Lohnt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln?
In den Städten fast immer, weil Parkplätze knapp und an Veranstaltungstagen oft gesperrt sind. Bei Festivals im Umland fahren häufig eigene Shuttlebusse.
Alle Angaben beziehen sich auf den üblichen Jahresverlauf. Konkrete Daten und Öffnungszeiten bitte beim Veranstalter prüfen.

